Baby

Mein Baby wird vom Stillen nicht mehr satt

Tatsächlich ist dieser Satz bei stillenden Müttern wohl der größte Irrglaube der im Alter von 0-6 Monaten verbreitet wird und gefühlt immer öfter Auftritt. Die Mamas die zum ersten Mal stillen und gerade von der Generation 50 plus beraten werden sind leider oft nicht sehr gut beraten. Denn damals war Flasche geben richtig in, wer gestillt hat war extrem alternativ angehaucht, gleiches gilt übrigens auch mit mit dem Tragen im Tragetuch. Ich begegne heute noch sehr vielen in meinem Bekanntenkreis, die erste Frage lautet dann: stillst du etwa?? Und der wird noch satt ? Erstaunte Blicke. Gegenfrage: warum denn nicht? Leider sehe ich immer mehr, egal ob online bei Instagram oder auch so in Gesprächen mit Müttern, dass sie abgestillt haben weil das Kind nicht mehr „satt“ wurde. Es gibt tatsächlich Fälle da reicht die Milch nicht, aber das ist eher die Seltenheit.

Heute möchte ich euch gerne mal ein paar Punkte aufzählen und zum Reflektieren anregen. Das Thema liegt mir sehr am Herzen, denn viel zu oft hat die ältere Generation schlechten Einfluss auf uns junge Mamas und will fast schon ein schlechtes Gewissen machen. Und wenn man dann selbst unsicher ist und vllt auch nicht 100% fürs Stillen brennt stillt man einfach vorschnell ab. Und das ist wenn man ehrlich ist doch schon schade.

Punkt 1: mein Baby kommt alle halbe Stunde oder will garnicht weg von der Brust.

Dieses Phänomen nennt sich Cluster Feeding. Gerade in den ersten Wochen vollkommen normal und kein Grund zur Sorge. Das Baby regt die Milchbildung an. Meistens fallen solche Phasen in Wachstumsschübe. Solange das Baby genug nasse Windeln hat und zunimmt muss man sich keine Gedanken machen. Die Phasen sind tatsächlich nicht immer einfach, aber gehen auch wieder vorbei ? Das gehört fast schon zum Stillbaby sein dazu.

Punkt 2: mein Baby weint beim oder nach dem Stillen

Auch einer der „schönen“ Phasen. Brustschreiphase genannt. Dazu habe ich schon einen Artikel geschrieben. Niklas ist da so ein Kandidat. Obwohl ich sagen muss, dass es sich die letzten Wochen sehr gebessert hat ? aber auch das hat nichts mit nicht satt werden oder die Flasche würde es besser machen zu tun. Meist passiert diese Phase ab der 13. Lebenswoche, von da an beginnt das Baby die Umwelt ganz anders wahrzunehmen. Alles ist spannender als trinken. Auch die Zähne können zu dieser Zeit schon einschießen und das Saugen (was einfach stärker ist als das bei Flaschenkinder) kann durch den Unterdruck Schmerzen bereiten.

Punkt 3: Baby ist immer unzufrieden und nörgelig

Meistens hängt dies mit einem Wachstumsschub zusammen. Das Buch „Ohje ich wachse“ ist da eine ganz klare Empfehlung von mir (klick). Hier gilt auch, solange das Baby genug nasse Windeln hat und es wächst und gedeiht, liegt das Unwohlsein nicht am „Hunger“, es kann getrost weiter gestillt werden.

Sucht euch Rat bei einer Stillberaterin

Falls euch das Stillen am Herzen liegt und es mal nicht so rund läuft, was immer passieren kann. Bitte nehmt euch den Rat einer Stillberaterin und fragt nicht bei inkompetenten Familienmitgliedern. Denn da lautet die Antwort meist auf alles: das Baby hat bestimmt Hunger! Und duuuuu bist schuld, weil duuuu böse Mama nicht genug Milch hast. Gibt dem Kind mal was Anständiges. ? wer kennt es nicht. Auch wenn wenig Milch vorhanden ist gibt es Tipps und Tricks die Milchproduktion wieder anzuregen. Kein Grund abzustillen! Hast du vielleicht Stress oder Trinkst zu wenig? Dies könnten schon Lösungsansätze sein. Erst wenn man alles versucht hat, das Kind nicht zunimmt, dann muss man leider den Weg der Flasche gehen. Kein Weltuntergang, aber blöd wenn es vorschnell und unnötig ist weil man Fehlinformationen bekommen hat. Mein Tipp bei allen Stillproblemen und zu „wenig“ Milch ist: anlegen, anlegen, anlegen. Sich Zusammen ein Wochenende ins Bett kuscheln, verwöhnen lassen und stillen. Meistens klappt es dann ganz schnell wieder. Die Nachfrage regelt das Angebot. Das Kind brauch mehr, der Körper produziert mehr, das dauert vllt auch mal 2-3 Tage aber spielt sich dann doch schnell ein. Der weibliche Körper und die Symbiose zwischen Mutter und Kind ist jedes mal faszinierend. Toll unsere Körper.

Ich hoffe ich konnte allen verunsicherten Stillmamis Mut machen ? Stillen nach Bedarf (und das kann auch mal jede halbe Stunde oder in der Nacht auch jede Stunde sein) ist das beste für euer Kind und bedeutet NICHT dass es nicht satt wird.

Das gleiche Ammenmärchen gibt es übrigens auch beim Thema Beikost. Dazu würde ich ganz gerne nochmal in einem separaten Post schreiben, wenn Interesse besteht.

Und noch eine Sache und das meine ich wirklich überhaupt nicht böse oder wertend: wenn ihr abgestillt habt, weil ihr tief im inneren einfach nicht wolltet, aus welchen Gründen auch immer, was vollkommen okay ist, dann argumentiert bitte nicht damit, dass eurer Baby nicht satt geworden sei. Klar es hört sich dramatisch an und klingt nach einem plausiblen Grund wonach man nicht mehr viel argumentieren und sich rechtfertigen muss, aber gibt den Mamas die stillen wollen leider das Gefühl dass es bei jeder 2. die abstillt stimmt dass die Babys nicht satt werden und das führt wieder zu dem Gedanke: oh Gott mein Baby wird bestimmt auch nicht richtig satt, es weint so viel. Wisst ihr worauf ich hinaus will? Als Mama soll man das mache was sich gut anfühlt und wenn das die Flasche geben ist dann ist das so. Dies muss man nicht rechtfertigen. Glückliche Mamas, glückliches Kind. Aber bitte bitte verbreitet nicht noch mehr Irrtümer als es sowieso schon gibt.

Mir fällt gerade ein, noch eine kleine Geschichte dazu gibts von meiner Oma. Die habe ich nämlich letztens einfach mal gefragt wie es bei ihnen war. Ob es da schon Flasche gab und wenn nicht was damals dann gemacht wurde. Zu der Zeit (sie ist jetzt bald 80) haben sie alle gestillt. Es gab auch die seltenen Fälle dass eine Mama nicht stillen konnte. Die ärmeren haben den Babys dann Kuhmilch mit irgendeiner Stärke (Mais??! Sie wusste es nicht mehr genau) gegeben. Und die die es sich leisten konnten hatten eine Amme oder haben sich Muttermilch gekauft. Krass oder? Die Schwester meiner Oma hatte zB immer super viel Milch und hat sie verkauft weil es super die Kasse aufgebessert hat. Damals gab es das Märchen der „zu wenigen Milch“ jedenfalls noch nicht. Erst wenn wirklich nichts mehr ging und die Kinder wirklich abgenommen haben wurde da an zufüttern gedacht. Wenn man mal mit der damaligen Generation vergleicht haben wir doch da echten Luxus. Da muss man wirklich dankbar sein, oder vllt wäre ein bisschen was von damals auch nicht schlecht, ich glaube dann würden einige wieder mehr kämpfen und nicht den einfachen Weg gehen.naja jetzt schweife ich endgültig ab. Habe fertig^^

Was sagt ihr zu dem Thema? Ist euch das auch schon einmal begegnet? Stillt ist oder habt ihr sogar aus einer der Gründen abgestillt? Habt´s fein ihr lieben

 

 

 

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27 Comments

  • Reply
    Mia
    5. Oktober 2017 at 22:44

    Liebe Julia,
    mich ärgern diese Kommentare oft leider sehr. Könnte mich da teilweise echt reinsteigern. Ich habe mir komischerweise während der Schwangerschaft nie Gedanken gemacht, dass das Stillen nicht klappen könnte und siehe da – es funktioniert bis heute (Töchterchen 8 Monate) wunderbar. Klar, der Milcheinschuss war zB mega schmerzhaft und die ein oder andere Meckerphase gab es auch hier aber durchhalten ist die Devise, denn für etwas Schönes lohnt es sich doch immer zu kämpfen. 🙂 „Schwiegeromas“ und Schwiegermama sind bis heute erstaunt, dass ich die Maus noch satt bekomme, denn Brei oder „normales“ Essen sind noch nicht hoch im Kurs, also wird mehr oder weniger weiter vollgestillt. Sie wundern sich auch, wieso ich so entspannt bin bei einem Stillrhytmus von 2 Stunden tagsüber und 4 Stunden nachts und das, ohne jemals abgepumpt oder „zugefüttert“ (mein persönliches Unwort) zu haben. Und ja ich muss sagen ich bin schon etwas stolz auf meine Exklusivität als Mama 😉 auch wenn ich mir ab und an doch mal etwas Auszeit wünsche, aber die werd ich noch früh genug haben, da bin ich ganz sicher!
    Danke für deine tolle Aufklärungsarbeit rund um Geburt und Stillen.
    Liebste Grüße von einer 24jähren Vollblut-Stillmama 😀

    • Reply
      Julia
      5. Oktober 2017 at 23:01

      Wow ganz klasse! Danke für dein Kommentar. Genauso habe ich es auch gehandhabt. Weniger Gedanken gemacht, vertraut und einfach gestillt gestillt und nochmal gestillt 😉

  • Reply
    Christina
    5. Oktober 2017 at 22:48

    Hi Julia,
    mein Sohn ist jetzt 18 Monate alt und ich habe ihn leider nur 4 Monate gestillt. Und das nur weil er sich an der Brust auf einmal so wehrte. Er schrie wenn ich ihn anlegen wollte und Freunde und Familie rieten mir zum Fläschchen zu greifen, da er ja bestimmt nicht satt sei.
    Jetzt lese ich diesen Post und weiß genau, dass ich bei unserem zweiten Kind auf niemanden höre und es einfach weiter probiere.
    Danke für diesen blogpost 🙂 ?

    • Reply
      Julia
      5. Oktober 2017 at 23:03

      Hallo liebe Christina, das zu lesen tut mir wirklich sehr leid. Genau wegen solcher „guten“ Ratschläge habe ich das Bedürfnis verspürt diesen Post zu schreiben. Vieles ist so normal und gehört einfach dazu. schön dass du es beim nächsten nochmal versuchen willst! LG an dich!

  • Reply
    Tanja Schett
    5. Oktober 2017 at 22:52

    Hallo julia, ein sehr schöner Beitrag. Meine kleine (5 Monate) hat nicht genung zugenommen, also bekommt sie nun 2x täglich eine Flache und sonst wird gestillt. Sie ist einfach ein schmales Baby, denn wer 12 Stunden schläft und auch sonst sehr zufrieden ist hungert nicht. Mann muss sich nicht immer für einen Weg entscheiden, zum Glück ?

    • Reply
      Julia
      5. Oktober 2017 at 23:04

      Genau, Gott sei Dank haben wir heutzutage diese Möglichkeiten, wenn es drauf ankommt 🙂

  • Reply
    Michelle
    5. Oktober 2017 at 22:53

    Ich kann alles von dir so unterschreiben. Wieviele um mich herum fragen doof…stillst du noch? Hast du genug milch? Wird die kleine überhaupt noch satt? Sie ist gut im Futter wächst und gedeiht. Sieht man doch. Ich habe die ersten 8 Wochen gekämpft mit schmerzen…wollte absolut nicht aufgeben. Habe geheult beim anlegen. Aber nun klappt alles hervorragend. Ich geniesse nun seid dem 19.04.17 dieses Wunder. Ich möchte am liebsten garnich mit beikost anfangen und die Zeit mit dem wurm so genießen. Und es ist nicht nur füttern.. .stillen ist soviel mehr. ? ich liebe es. Mein Mann kannt es nicht aus seiner doch so großen Familie das gestillt wird und ist stolz auf mich und die kleine. In seiner Familie wirs auch immer gesagt…ich hatte keine Milch mehr. Das aber schon binnen weniger Tage. Da kann ja noch nicht soviel kommen. ?? aber sie checken nicht das abpumpen nicht das selbe ist. Wenn ich abpumpe kommt da kaum was raus.

    • Reply
      Julia
      5. Oktober 2017 at 23:09

      Absolut richtig! Abpumpen ist nicht mit dem hochkomplexen Saugen des Babys zu vergleichen. Ich konnte bei Elsa beispielsweise am Anfang garnicht abpumpen. Der Milchspenderreflex ließ sich nicht einmal auslösen, folglich gab es nur eine mickrige Ausbeute von 10 ml. Aber als Elsa an der Brust trank schoss es nur so aus mir heraus und sie lief regelmässig über. Das ist ja das tolle am Stillen. Wir brauchen keine Milliliterangaben. Das Baby trinkt einfach nach Bedarf, wenn es Hunger hat. Ob es dann nur 20 ml oder 150 ml trinkt ist mir ziemlich Wurst. Das Baby wird schon wissen wieviel es in diesem Moment brauch.

      LG an dich!!

  • Reply
    Olga
    5. Oktober 2017 at 23:00

    Ich habe meinen Großen trotz erneuter ss 1 Jahr gestillt, davon 8 Monate voll weil er Beikost lange verweigert hat. Die Brustschreiphase habe ich noch sehr genau in Erinnerung, anstrengend aber zu schaffen. Das mit der Milch war bei mir so eine Sache denn da mein Baby nicht oder nicht lange genug trinken wollte hatte ich teilweise auch das Gefühl ohje jetzt wird es weniger aber abends war es immer ein Phänomen denn da hätte er immer Hunger und da ist die Milch auch geflossen wie ne Eins. Ansonsten habe ich es öfter mit Malzbier probiert wenn ich meinte er wird nicht satt und das Fazit daraus war meist zu viel Milch weil ich nach dem Stillen oftmals noch richtig harte Brüste hätte. Mein Resumee ist die Natur macht es schon so wie es sein muss. Aber das muss man als Neu Mama erst lernen. Stillen ist und bleibt einfach wunderschön, praktisch, gesund und und und, ich habe es geliebt und freue mich darauf meinen Kleinen auch bald stillen zu dürfen .

    • Reply
      Julia
      5. Oktober 2017 at 23:10

      Genauso ist es! Danke für dein bereicherndes Kommentar! LG

  • Reply
    Anne.
    5. Oktober 2017 at 23:28

    Hallo,

    ein super Thema.
    Das Märzmädchen habe ich 6 Monate gestillt, aber mit viel Meckerphasen meinerseits. Auf meinem Blog kann man dazu auch einiges lesen und von unserer ersten Woche, in der wir uns das Stilken erkämpft haben.

    Ein leidiges Thema. Aber worauf ich eigentlich hinaus will ist meine Hebamme.

    Es ist nicht ihr Verdienst, dass es doch geklappt hat. Denn das Anlegen hat sie mir nicht gezeigt, obwohl Handlungsbedarf bestand. Wieviele Tränen ich deswegen vergossen habe.

    Und ich saß fast nie bequem, weil sie meinte, dass die Milch dann besser fließt. Ich war beim stillen also oft verkrampft und rückblickend betrachtet kann ich sehr froh sein, dass es nicht zum Milchstau, Brustentzündung oder etwas anderem kam.

    Auch beim Löwenjungen, wir haben notgedrungen wieder dieselbe, sonst hätte ich keine mehr bekommen. Nach Bedarf stillen geht ihrer Meinung nach nur mal ein paar Tage, aber nicht dauerhaft. Und noch andere Kleinigkeiten die ich dezent überhöre.

    Das stillen klappt viel besser, ich habe mehr Vertrauen in mich und ja, wir stillen nach Bedarf und kann mir auch vorstellen länger als 6 Monate zu stillen, solange es für uns eben ok ist.

    Man sollte sehr viel öfter auf seinen Bauch, auf seine innere Stimme hören.
    Gut, das war jetzt erst einmal mein Beitrag dazu.

    Liebste Grüße.
    Anne.

    • Reply
      Annick
      6. Oktober 2017 at 11:28

      Liebe Anne. Das tut mir wirklich leid zu hören, dass du mir deiner Hebamme so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Sie hat dir da ja leider zu dem Thema wirklich schlechte Tipps gegeben. Gott sei dank hast du auf dich und deinen Körper gehört und gemacht was du für richtig hälst. Du kannst stolz auf dich sein ???

  • Reply
    Christine
    5. Oktober 2017 at 23:37

    Hallo liebe Julia,
    Das Thema stillen liegt mir auch sehr am Herzen. Meine Tochter habe ich 19 Monate lang gestillt. Und ich stille meinen Sohn nun schon vier Monate. Diesmal wäre ich auch bereit nochmal länger zu stillen. Er ist, im Gegensatz zu meiner Tochter, ein Kaiserschnittkind und ich habe das dringende Gefühl mit langzeitstillen ihm gutes tun zu müssen/wollen. Was andere sagen ist mir recht egal. Ich schaue auch beim stillen nicht auf die Uhr, sondern lege an wenn Janne Hunger hat. Kommentare etlicher Art kümmern mich nicht die Bohne 😀
    Lg

  • Reply
    Anni
    5. Oktober 2017 at 23:40

    Danke für deinen Beitrag, auch ich werde immer wieder erstaunt gefragt ob mein Baby noch satt wird, weil es tagsüber fast stündlich stillen möchte. Es variiert zwischen 5 min bis zu 30 min und warum sie den keinen festen Rythmus hat. Meine Antwort darauf ist meist, das ich auch keinen Rythmus habe, ich ja nicht an festen Zeiten etwas trinke, sondern wenn ich Durst habe und wer nachts gut schläft deckt sein Bedarf tagsüber. Ich muss sagen im ersten lebensmonat meiner Tochter wollte ich fast aufgeben. Es tat so weh, dauerte so lang und am Anfang habe ich mich noch an feste Zeiten gehalten, weil es mir so geraten wurde. Zum Glück habe ich eine so super Hebamme, die mir all den Stress genommen hat. Es ist so wichtig wie du sagst das sich junge Mütter professionellen rat (Stillberatung) einholen. Dazu kam noch das es dir nachts keiner abnehmen konnte, es war so anstrengend, aber was soll ich sagen, es ist kein Ende in Sicht. Wir sind 3 Monate dabei und ich genieße es bzw. Wir und ich hoffe das sie noch lange mit mir stillen will. Danke für deine Arbeit und liebe Grüße von einer stillen mit Leserin ???

  • Reply
    Saskia
    6. Oktober 2017 at 07:04

    Endlich mal jemand der mit den Gerüchten aufräumt! Sehr guter Text! Meine Oma ist auch 80. Und als sie meine Mama bekam trennte sie sich zum Anfang der Schwangerschaft von ihrem Mann, also meinem Opa. Das war damals ein absolutes Tabu, schließlich war sie dann Alleinerziehende. Sie hat sich Abtreibungsspritzen geben lassen, aber meine Mama kam Gott sei dank trotzdem auf die Welt, war gesund und geliebt. Aber durch den ganzen Stress den meine Oma da hatte, hatte sie nicht genug Milch. Sie hat so gekämpft stillen zu können, aber ihre Psyche hat nicht mitgespielt. Meine Oma ist einer der ersten Menschen, dem ich es tatsächlich glaube, dass er nicht genug Milch hatte. Sie gab dann auch das Fläschchen. Meine Mutter wurde bei meinem ältesten Bruder der mit 57cm auf die Welt kam auch von allen angesprochen, dass er unmöglich vom stillen alleine satt werden kann. Ende vom Lied war 3 Monate stillen dann Fläschchen. Bei meinem anderen Bruder und mir ließ sie sich nichts mehr einreden und stillte nach Bedarf so lange wir wollten. Dank der Tipps meiner Mutter und ihren Erfahrungen, habe ich beide Kinder stillen können und sie werden auch satt. Ich verurteile keine Fläschchen Entscheidungen, das muss jeder selbst wissen. Aber ständig Müttern die stillen WOLLEN einzureden, die Babys würden nicht satt werden, das ist nicht gut. Danke für deinen Blogeintrag

  • Reply
    Windgetrieben
    6. Oktober 2017 at 08:10

    Ich hatte vorher immer Respekt vorm Stillen und dachte, es wird ewig richtig wehtun jnd vielleicht gar nicht klappen und und und.
    Tja,Baby war da und es lief wunderbar. Obwohl sie unter 3 kg wog und alle Ärzte ein bisschen panisch wurden… Ich solle sie regelmäßig wecken und am besten einmal die Woche zum Wiegen kommen. Ich hab aber ein unfassbaren Vertrauen in mich und mein Baby gehabt und einfach auf uns gehört. Es hat wunderbar geklappt. Und das, obwohl ich seit der 9. Woche einmal wöchentlich 3 Stunden weg bin (Arbeit) und dafür dann abpumpe. Mittlerweile trinkt sie in der Zeit nicht, sondern wartet auf mich.
    Heute ist sie fast 6 Monate alt, wird bis auf ein paar Löffelchen Brei und mal an nem Stück Obst lutschen voll gestillt und wiegt stolze 8 kg. Alles reine Muttermilch und ich bin ein kleines bisschen Stolz.

  • Reply
    Verena
    6. Oktober 2017 at 08:29

    Ich habe damals nach 4 Monaten aufgehört zu stillen, nachdem mir die Hebamme auch dazu geraten hat. Musste sie vor und nach jedem Trinken wiegen und sie hat auch nicht mehr zugenommen. Das war einfach so wahnsinnig anstrengend auch psychisch. Die ersten Tage sind mir beim Flasche geben die Tränen gekommen. Irgendwie denkt man, versagt zu haben. Nach einer Woche dann war ich erleichtert diesen Schritt gegangen zu sein, uns ging es damit allen besser. Jetzt beim zweiten Kind hab ich so viel Milch dass ich sogar Abstilltabletten nehmen muss um nicht ständig einen Milchstau zu bekommen. Und er nimmt extrem gut zu. So unterschiedlich kann das auch von Kind zu Kind sein.

  • Reply
    Anica
    6. Oktober 2017 at 09:56

    Liebe Julia, da hast du einen sehr stimmigen Artikel verfasst. Ich habe auch so viele in meinem Umfeld, die sehr früh abstillen, weil sie nicht mehr ’stillen konnten‘. So haben es ihnen leider oft ihre Mamas, Großeltern oder ihre Hebammen eingeredet. Ich habe auch persönlich damit Erfahrungen gemacht. Bereits am zweiten Tag nach der Entbindung wollte mir die Schwester einreden, dass mein Kind nicht satt wird und wir zufüttern müssen. Zum Glück habe ich mich strikt dagegen gewehrt, ich hatte ja noch nicht mal den Milcheinschuss! Mit meiner Hebamme hatte ich dann aber eine wundervolle Beraterin und so hatten mein Kleiner und ich eine wunderschöne achtmonatige Stillbeziehung, die sich von selbst und ohne Zwang aufgelöst hat. Ich würde so vielen anderen Frauen dasselbe wünschen.
    Lg Anica

    • Reply
      Julia
      6. Oktober 2017 at 10:19

      Ganz tolles bestärkendes Kommentar! Vielen lieben dank dafür <3

  • Reply
    Friedrike Bresan
    6. Oktober 2017 at 10:37

    Hallo Julia, das Thema habe ich mit dir ja schon einmal kurz besprochen ?! Ich danke dir für deinen Zuspruch! Ich finde stillen einfach nur toll – bei den Zwillingen (Frühchen) ging es ja leider nicht! Da habe ich 3.Monate lang abgepumpt – dann ging nix mehr! Ich bin jetzt aber ständig hin und her gerissen – der kleine T. ist nun 5. Monate – voll gestillt! Aber schon immer wie du sagtest weint er nach dem Trinken – schon immer – daran habe ich mich gewöhnt! Er ist auch immer schneller fertig – zu Beginn 45 Minuten eine Seite – jetzt teilweise 6 Minuten beide Seiten! Richtig Lust hat er bisher auf alles was wir essen – gibt es aber nicht – außer mal ein Stück Gurke ?! Ja, und am Abend schreit er oft eine ganze Stunde und länger nach dem Stillen – habe ihm dann jetzt noch etwas zugrfüttert und er war dann zufrieden! Mhhh ?! Er will dann auch nicht an die Brust (wenn nix kommt) – da streikt er komplett! Leider ? – bezüglich anregen! Zu Beginn hat er ja alle 4-6 manchmal auch schon nachts nur alle 8 h Milch gewollt! Und dann war von heut auf morgen Schluss- nun stille ich bereits seit 6-7 Wochen – jede Stunde in der Nacht! Seit einigen Tagen schreit er aber nicht mehr sondern schläft danach weiter ?! Ach Mann das ist so komplex! Es fällt mir dann schon im Alltag und mit den Zwillingen schwer- das noch richtig zu genießen! Mal abgesehen vom Schlafmangel! Und das „dumme“ Gerede macht es nicht besser – selbst der Kinderarzt zur U4 – ach sie stillen noch? Voll? – Ja?! Ich glaube es hat auch viel mit der Gesellschaft zu tun- alles muss schnell gehen – keiner nimmt sich Zeit für die wichtigen Dinge….! So ich schweife ab… ich danke dir und bin erstmal weiterhin motiviert! Ps: den Brei hab ich wieder abgesetzt! Lg Friederike (friedaandfamily)!

  • Reply
    Kirsten
    6. Oktober 2017 at 11:32

    Sehr, sehr guter und wichtiger Post! Der Beikostpost würde mich auch interessieren. Außer meiner Hebamme und meinem Mann will gefühlt jeder, dass wir bald mit dem Brei anfangen. Das Kind ist ja jetzt 4 Monate… Also immer Ohren zu und durch. Beim Stillen so ähnlich. Da muss man manchmal wirklich tapfer sein. Gerade sind wir im Schub und Nachts ist wieder jede Stunde Hunger da. Da kommt schnell von den (Schwieger)eltern der Tipp, dass die Milch halt nicht reicht. ? Es bräuchte echt mehr Aufklärung in dem Bereich!

  • Reply
    Ann Cataleya
    6. Oktober 2017 at 11:57

    Ich konnte meine Kleine 5 Wochen lang voll stillen und dann wirklich ganz plötzlich hatte ich keine Milch mehr (ich überlege auch die ganze Zeit, wie es dazu kommen konnte) normalerweise musste ich mich nur vorbeugen und lief dann aus ? Und dann war einfach alles weg ? Beim „Schütteln“ kam nix mehr und sie war (gefühlt) die ganze Zeit auch an der Brust – aber es kam nix.. 2 Wochen haben wir gekämpft – verschiedene Stilltees ausprobiert, Malzbier getrunken, Mandeln gegessen, Ernährung sogar umgestellt, wenn sie nicht an der Brust war wurde abgepumpt (auch nachts) und leider wurde es nicht mehr ? Nachdem sie dann auch nicht mehr zugenommen hat, sollte ich ihr die Flasche geben.. und beim ersten mal habe ich auch geweint (ich wollte sie doch voll stillen) ?
    Nun ist sie 3 Monate alt und habe mich damit „anfreunden“ können bzw. die guten Aspekte im Blick..

  • Reply
    Julia
    6. Oktober 2017 at 15:25

    Wirklich toller Beitrag. Ich habe auch oft zuhören bekommen „Was du stillt? Das kommt für mich überhaupt nicht in frage“ Allerdings kamen solche Kommentare in meinem Umfeld eher von der jüngeren Generation. Ich habe sooo gern gestillt und die Nähe genossen. Allerdings hat mein Mäusschen aber der 8. LW angefangen sich zu weigern das ging dann so weit das sie nur noch geschrien hat und fast den ganzen Tag kaum gegessen hat. Ich hab Versuch abzupumpen allerdings saß ich manchmal über eine Stunde für 60 ml die hat sie dann getrunken. Ich hab mich dann entschieden abzustillen und die Flasche zu geben weil ich nervlich am Ende war ich konnte mein Baby nicht mehr schreien hören und mit Hilfe meiner Hebamme hab ich dann umgestellt. Ich bin froh wenigstens die 8 Wochen voll gestillt zu haben und auch beim nächsten Kind würde ich es wieder tun. ?

  • Reply
    Lisa
    6. Oktober 2017 at 22:01

    Toller Beitrag, den hätte ich ein paar Monate früher gebraucht;-) man lässt sich leider so leicht von anderen Aussagen verunsichern! Mein Kleiner ist jetzt 15 monate und er wollte nie so richtig Brei essen, BLW ging auch nur schleppend. Ich habe ihn 14 Monate quasi voll gestillt, keine Spur von „da wird er doch nicht satt“ oder „da fehlen ihm doch wichtige Nährstoffe“. Er entwickelt sich prima und ist kerngesund. Ich bin froh dass ich letztendlich doch immer einfach auf mein Bauchgefühl gehört habe und mein Baby das Tempo selbst bestimmen lasse.
    Und über Kommentare wie „waaaaas du stillst IMMER noch?“ höhre ich mittlerweile einfach drüber hinweg.

  • Reply
    Melanie
    10. Oktober 2017 at 14:53

    Toller Beitrag.

    Ich habe meine kleine 2 Wochen voll gestillt,danach riet meine Hebsmme mir,zuzufüttern,da meine Tochter nicht zunahm. Gesagt,getan. Ich habe sehr darubter gelitten und sehr viel geweint. Nachdem ich deinen Post gelesen habe,denke ich mir,ich hätte es vielleicht einfach weiter versuchen sollen und mir Hilfe von einer Stillberaterin holen sollen. Ich hab alles getan: Globolis,Stilltee,Malzbier,alkoholfreier Sekt,Hühnersuppe. Nichts half wirklich. Es ist natürlich die Frage,wie lange versuche ich zu stillen,obwohl mein Baby nicht zunimmt? Auf jeden Fall werde ich,falls ein 2.Kind kommen sollte, (der Wunsch ist auf jeden Fall da 🙂 ) es einfach versuchen,anlegen,anlegen und anlegen und wenn es nicht klappt,eine Stillberaterin hinzuziehen.
    Meine kleine ist jetzt 7 1/2 Monate und ich Stille sie immernoch dann,wenn sie es möchte 🙂

  • Reply
    Kaddi
    10. November 2017 at 10:24

    Meine Kleine ist seit Mittwoch 12 Wochen jung und trotzdem kommt teilweise „wie du stillst noch?“ „Du fütterst nicht zu? Und sie wird wirklich satt?'“
    Ich könnte jedes mal die Krise kriegen.
    Auch beliebt: „wenn sie dann mit 6 Monaten abgestillt hat entlastest du sie ein bisschen “ zu meinem Freund. Er entlastet mich auch so wenn er da ist und warum sollte man abstillen um eine schlechte Kopie der Muttermilch zu geben? (Nicht böse gemeint, Pre Nahrung ist absolut super und nichts schlechtes, aber wenn man kann (und will) ist Muttermilch eben doch die bessere Option)

    Jeder weiß alles besser als die Mama und das Baby. Einfach zum ko****.

    Und die die nicht dagegen sind sagen halt sehr selten mal was dazu.

  • Reply
    Barbara Schönenberger
    21. Januar 2018 at 15:37

    Wir hatten das Thema mal auf einer Familienfeier und meine Tante fragte mich, wie lang ich denn meine Tochter (damals ca 20 Monate alt und ich wieder schwanger) gestillt hätte. Ich antwortete leichthin, ich stille immer noch, und erntete ungläubige Gesichter. Wie, hast du denn noch Milch?! Was soll man darauf antworten, nein es kommt jetzt Sirup!:-)
    Ich bin sehr dankbar, dass ich nicht vor 40 Jahren junge Mutter war und Zugang zu heutigem Stillwissen habe. Aktuell ist meine 2. Tochter in der Brustschreiphase und es ist anstrengend. Ich habe nicht vor abzustillen aber ich kann besser nachvollziehen, dass Mütter finden was soll der ganze Stress wenn es mit der Flasche soviel einfacher geht…

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